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Ein paar Tage in Portugal, beginnend mit einem spannenden Aufenthalt in Lissabon, waren richtig toll!

Meine Unterkunft war im Lisboa Yes Hostel. In der Nacht kam ich mit dem Flieger an. Mit der Metro fand ich den Weg in die Innenstadt, und bei Regen, rucksackbepackt, fand ich den Weg ins Yes-Hostel.

Wunderbar. Warm, trocken, supernette Leute am Tresen empfangen mich herzlich und ich beziehe mein Bett im Sechsbettzimmer.

Unten im Empfangsraum mache ich bei einem Bier noch schnell eine Skizze. Ein Typ sitzt und liest im Handy, im Hintergrund eine große Wand mit Malereien von Lissabon. Sie fasziniert mich auch am nächsten Tag noch. Hier hat sich jemand richtig Mühe gegeben die Einzelheiten der Stadt umfassend, mit vielen kleinen Zeichnungen, festzuhalten.

Verschlungene wege durch die Altstadt führen zur Burg hinauf.

Gerade das, was man nicht auf den Postkarten findet, interessiert mich:

Überall Kunst. Ich liebe es!!

Oben angekommen stehen dort uralte Olivenbäume und säumen die trutzige Burg.

Von hier bekomme ich einen wunderbaren Überblick über Lissabon, der Fluss Tejo ist im Hintergrund dieses Fotos zu sehen:

Durch die Gassen der Altstadt streichend finde ich nahe der Burg dieses Paar ins Gespräch vertieft. Ziet für eine Pause. Die Architektur, die Farben fesseln meinen Blick für die Zeit, die die Zeichnung braucht. Das Paar unterhält sich weiter, Menschen fließen um mich herum, die Zeit bleibt stehen, die Sonne wechselt, mal Schatten mal Wolken…

Ich ziehe weiter durch die Strassen, werde von Musik magisch angezogen. Auf zwei Balkonen stehen drei junge Musiker und geben, von oben herab, föhliche Musikinterpretationen zum Besten. Eine Gruppe von Menschen steht unten und lauschte verzückt den jazzigen tönen. Anschließend wird an einer Lamettaschnur ein Eimer heruntergelassen, in den die Zuhörer gerne ein paar Münszen spenden.

Ich nehme auf ein paar Treppenstufen platz und zkizzierte mit wenigen Strichen das Geschehen.

Als die Musik verklingt, kommt einer der Musiker zu mir hinunter um zu sehen, was ich dort zeichne. Wir kommen ins Gesräch, er studiert Kunst in Lissabon, lebt von der Musik und sein Name ist Jaime. Er nennt auch die Namen seiner Mitspieler, Loving (sein Künstlername) aus Lissabon  und Mihkel aus Litauen. Es ist eine kurze fröhliche Begegnung. In Lissabon und Portugal sind die Menschen herzlich. offen und freundlich – wie ich später auf meiner Weiterreise noch oft erfahre. Für mich bedeutet diese kurze Begegnung viel. So bringt es Spaß zu malen und zu zeichnen, zu drainten, wenn dann der Kontakt entsteht und sich für kurze Zeit alles verbindet: Ort, Menschen, Musik, Sonnenschein und eine leichte Brise, der Duft der Stadt, das Sitzen auf den Stufen…

Dann weiß ich: ich bin richtig mit dem was ich tue. Das fühlt sich so gut an!

Am nächsten Morgen, vor meiner Weiterfahrt, streife ich noch einmal durch die Altstadt.

Vor der Kirche sitzt eine bettelnde Zigeunerin. Der Wind zerrt an den Blättern, während ich zeichne rattert die alte Straßenbahn vorbei, es fängt an zu regnen.

Die Zigeunerin zieht ihren knallroten Regenschirm hervor und bleibt gelassen weiter bettelnd sitzen.

Als ich mit der Zeichnung fertig bin lächelt sie mich an und ich schenke ihr ein paar Münzen. Es ist wie ein stilles Einvertändis, Dankbarkeit von beiden Seiten.

Es sind spannende Tage in Lissabon. Ich werde wiederkommen. Dann will ich auch den Fado hören, den Gesang dieser Stadt.

Doch jetzt geht die Reise für mich weiter…

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