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In Vorarbeit für die Ausstellung im „Marzipan im Hof“ in Flensburg habe ich mich in den vergangenen Wochen in Flensburg „herumgetrieben. Immer mit dem Rucksack dabei, mit Skizzenblock, Tusche und Aquarellfarben und oft den ganzen Tag. Während es morgens nasskalt war und ich meine speziellen Handschuhe mit freigelassenen Fingern brauchte und ein Taschenofen vorteilhaft gewesen wäre, war es tagsüber schön und die leuchtenden Farben hüpften direkt auf mein Papier.

In Vorarbeit für die Ausstellung im „Marzipan im Hof“ in flensburg habe ich mich in den vergangenen wochen in Flensburg „herumgetrieben. Immer mit dem Rucksack dabei, mit Skizzenblock, Tusche und Aquarellfarben und oft den ganzen Tag. Während es morgens nasskalt war und ich meine speziellen Handschuhe mit freigelassenen Fingern brauchte und ein Taschenofen vorteilhaft gewesen wäre, war es tagsüber schön und die leuchtenden Farben hüpften direkt auf mein Papier.

 

Ein dutzend Bilder sind in dieser Zeit entstanden.

Es fing an mit dem „Marzipan im Hof“:

ein kleiner, süßer Laden, im wahrsten Sinne des Wortes: gibt es dort doch leckerstes, feinstes Marzipan und Dattelspeialitäten. Aber auch feinsten Rum, edelsten Rotwein und einen phantastischen Kaffee aus dem Direktimport. Und in Zukunft eben auch Postkarten, Drucke und vor allem die neuesten Draintings aus meiner Arbeit.

 

 

 

„Marzipan im Hof“ liegt in einem kleinen Hof, in den man von der Angelburger Strasse aus kommt. Ein kleines Schild mit einem Eichhörnchen, dass Mandeln für die Marzipanherstellung sammelt, weist auf dieses Kleinod hin.

 

 

 

 

Die Angelburger Straße wird im Moment umgebaut. Alte Häuser, deren Fassaden für das neue, demnächst entstehende Geschäft „Sinnerup“ erhalten werden, warten auf den Umbau:

Nach Stunden des zeichnens ist es notwendig mich mit einer Tasse Tee im Café Central aufzuwärmen. Wie die Autorin von „Harry Potter“ Joanne K. Rowling, wärme ich mich im Café auf und andstatt, wie sie, zu schreiben, male ich dabei:

Wieder am Hafen, ziehen mich zwei Männer in den Bann, die Rettungsboote von dem Schiff „Die Flensburg“ abladen. Ich schaue Ihnen zeichnender Weise zu:

 

Die Tage vergehen, immer neue Motive, immer wieder Flensburg, morgens eisig, mittags sonnig.

Heute ist meine Tochter an meiner Seite. Sie macht ein paar Schnappschüsse, während ein Bild entsteht:

neben uns spielen Kinder, Mütter sitzen auf der Parkbank und unterhalten sich, eine wunderschöne Herbststimmung umfängt uns:

Nicht weit entfernt liegt das Nordertor.

Ein wichtiges Wahrzeichen Flensburgs.

 

Am Hafen lerne ich Annabelle kennen. sie sieht mich zeichnen und ich frage sie. ob ich sie zeichnen darf. So kommt sie auf dieses Hafenbild. Nebenbei erzählt sie mir aus ihrem Leben…

Ben aus Aachen kommt auch vorbei.. seine Familie guckt zu, während er post und für mich Modell steht. Danke nach Aachen!!

In der Hafenküche wärme ich bei einer Kräutersuppe mit Falafel auf. Ich schmelze dahin, so lecker ist die Suppe. Vegan. Ich bin Fan der Hafenküche!!! Hier gibt es auch für mich als Veganerin richtig tolle Gerichte. Die Menschen sind natürlich und nett und kreativ. Es ist warm hier und die Suppe tut gut. Aber los ist hier nicht viel. Auf Nachfrage erfahre ich, dass der Mittagstisch noch nicht so gut besucht ist, es gibt die Hafenküche ja erst seit März 2018 und es hat sich scheinbar noch nicht so rumgesprochen, dass es hier auch mittags tolles Essen gibt. Abends hingegen brummt der Laden – ich habe es schon slebst erlebt und genossen!

Der junge Mann hinter dem Tresen schält Kartoffeln, während ich esse – und ihn nebenbei zeichne (schnell, damit die herrliche Suppe nicht kalt wird!).

Zum Restaurant gehört auch das Hostel Seemannsheim.

Ich bin begeistert und das zeigt sich später auch in meinem Drainting/ Collage:

Ein paar Tage später sitze ich morgens, zwischen 8 und 9 Uhr bei der Walzenmühle. Ich dachte ursprünglich, es sei ein Gefängnis, wurde aber von Holger aus „Marzipan im Hof“ aufgeklärt.

kalter Wind zischt um die Häuserecken und die Sonne kommt hier auch nicht an. So tauche ich das Motiv in Mondenschein – das scheint mir passend 🙂

 

Erneut am Hafen wärmt mich die Sonne wieder auf, als ich die Fernwärmerohre ins Visier nehme, die mich schon immer fasziniert ahben. Im Zusammenklang mit dem Volksbad, in dem Abends die Musik tobt, finde ich diese Motiv besonders reiz- und kontrastvoll!

 

Das Porticus, ein Kneipe mitten in der Stadt reizt durch seine Architektur. Es scheint ein wenig zu wanken – wie manch einer, der nach viel Bier den laden wieder fröhlich verlässt.

 

Während ich „drainte“ kommt ein Obdachloser vorbei, den ich schon am Hafen getroffen habe. Er erzählt mir die Geschichte von seiner verletzten Hand. Er sit aus einigen Metern Höhe auf den Teer gefallen und hat sich seine Hand aufgeschürft. Er hat nicht alle Kiesel herausbekommen und nun ist sein Arm bis oben hin verbunden und die Hand erntzündet.

Als nächstes Kommt eine Frau vorbei, die interessiert guckt. Sie sieht nett aus, irgendwie vertraut. Später sehe ich sie gegenüber in den Keller des Porticus hineingehen. Sie hat dort ein kleines Lädchen. Sie stellt einen wolf aus eisen auf die Straße, ob ich ihn mitmalen will? das tue ich.

Später gehe ich in das Geschäft im Keller, sehe erstaunlichste und verzaubernde Musikintstrumente aus Stein, Glas und Holz. Im Gespräch stellt sich heraus, dass wir uns schon lange kennen, aber bestimmt 15 Jahre nicht mehr gesehen haben.

So kommunikativ und interessant kann es sein auf der Strasse zu sitzen und zu zeichnen!

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